Mit einer schlechten Nachricht, die für die Veranstalter in Münster eigentlich eine gute Nachricht war, startete der Tischtennis-Supercup gestern im fränkischen Ebermannstadt: Mit Steffen Mengel und Jakub Dyjas mussten zwei der sechs Spitzenspieler ihre Teilnahme absagen. Dafür rücken am Samstag,. 9. Juni (17:30 Uhr, Berg Fidel) aber zwei Spieler ins Feld, die mehr sind als Ersatz: Der amtierende deutsche Vizemeister Kilian Ort und der serbische Ausnahmespieler Aleksandar Karakašević.

„King Kara“ war zuletzt Gast in Münster beim Finale um den Supercup und holte sich vor über 1.000 Fans in der restlos überfüllten Ludwig-Erhard-Halle den Gesamtsieg. Aktuell spielt er für Ostrau und überzeugte unter anderem in der Champions League mit Siegen über Jakub Dyjas. Der 22-jährige Kilian Ort, zweifacher Junioren-Europameister, gilt als der Shooting-Star des Jahres. Bei den deutschen Einzelmeisterschaften im März schaltete er u. a. Bastian Steger und Ruwen Filus aus und musste sich erst im Endspiel Timo Boll beugen.

Steffen Mengel musste nach einer langwierigen Rückenverletzung sein Comeback noch etwas verschieben. Der Pole Jakub Dyjas ist derzeit aufgrund einer Allergie lahmgelegt. Neben Ort und „King Kara“ sind auch die Altmeister Jean-Michel Saive (Belgien) und Jörgen Persson (Schweden) in Münster zu sehen. Favoriten auf den Gesamtsieg sind Stefan Fegerl (Österreich) und der deutsche Nationalspieler Ruwen Filus, der sich gestern mit einem 3:0 über Fegerl den ersten Tagessieg holte.